Der Saunaaufguss – Optionen, Arten und Aromen

Sauna Aufguss

Saunagang ist nicht gleich Saunagang. Wer schwitzen möchte, kann dies auf unterschiedliche Weise tun. Im klassischen Fall wird Zeit in der Saunakabine verbracht – bei konstanter Temperatur. Allerdings ist es ebenso möglich, einen Aufguss zu machen und damit die Temperatur zeitweise zu verändern. Doch gerade Einsteiger wissen häufig nicht so genau, was es mit dem Saunaaufguss auf sich hat.

Vorab noch ein wichtiger Hinweis: Beim Saunieren mit Aufguss ist die körperliche Belastung etwas höher. Vor allem ältere Menschen sowie Personen mit schwachem Kreislauf sollten daher vorsichtig sein oder besser gleich auf den Aufguss verzichten. Für alle anderen gilt: Den Aufguss am besten ausprobieren und am eigenen Leib erfahren. Es lohnt sich!

Der Ablauf

Die Grundidee könnte nicht simpler sein. Wasser wird über die heißen Steine des Saunaofens gegossen. Hierbei verdunstet es sofort, was wiederum die Luftfeuchtigkeit in der Kabine deutlich erhöht. Entscheidet dabei ist, dass das Wasser optimal über die Steine verteilt und deshalb langsam vergossen wird. Ergänzend ist es möglich, mit einem Handtuch zu wedeln, damit sich der aufsteigende Dampf noch besser innerhalb der Kabine verteilt.

Im Normalfall bleibt es nicht bei einem Aufguss. Üblicherweise finden drei Durchgänge nacheinander statt, die zusammen auf eine Gesamtdauer von ca. 6 bis 8 Minuten kommen. Danach bleiben die Saunagäste noch zwei bis drei Minuten auf ihren Plätzen sitzen, damit sich der Kreislauf wieder stabilisieren kann. Anschließend wird die Kabine verlassen und es erfolgt der Gang unter die Dusche.

Die Wirkung

Zunächst fühlt sich der Aufguss sehr intensiv an, weil sich die Atemluft verändert. Hierbei gilt es einfach ruhig weiter zu atmen. Es stellt sich ein intensiver Effekt ein, der auf dem Hitzereiz beruht. Der Dampf setzt sich auf der Haut ab, was den Kreislauf zusätzlich anregt. Gleichzeitig ist die feuchtere Luft aber auch angenehm, weil die Saunaluft sonst sehr trocken ist.

Aufguss mit Aromen

Es ist möglich, den Saunaaufguss ausschließlich mit Wasser vorzunehmen. Allerdings kommt es in der Praxis relativ häufig vor, dass es zuvor mit Aromen versetzt wird. Im Fachhandel sind sogenannte Aufgussmittel erhältlich. Sie enthaltene Kristalle oder ätherische Öle, die beim Aufguss ihre Aromen über den Dampf in die ganze Kabine tragen.

Das Spektrum der verfügbaren Aromen ist mittlerweile sehr groß. Als echte Klassiker gelten Birke sowie Menthol bzw. Eukylptus. Vor allem das Methol hilft dabei die Atemwege zu befreien und ist daher sehr beliebt. Doch ebenso befinden sich Zitrusdüfte stark auf dem Vormarsch, vor allem Orange und Zeder.

Einsteiger, die ihren ersten Aufguss mit Aroma machen, sollten vorsichtig sein und die Aromen genau nach Empfehlung des Herstellers dosieren. Viele Menschen tendieren dazu, die Konzentration zu erhöhen. Allerdings ist die Duftwirkung ohnehin sehr stark, weshalb es streng genommen sogar besser ist, erst einmal weniger zu nehmen. Sollten die Intensität nicht überzeugt haben, kann für den zweiten Aufguss noch mehr Aroma beigemengt werden.

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