Worauf Eltern beim Saunabesuch mit Kindern zuachten haben

Schon so manche Eltern haben sich gefragt, ob es nicht möglich ist, den eigenen Nachwuchs mit in die Sauna zu nehmen. Gerade wenn man zu Hause über eine eigene Sauna verfügt, würde sich dies geradezu anbieten. Allerdings bestehen oft bedenken, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit der Kinder.

Grundsätzlich sind diese Bedenken nicht unberechtigt. Eltern sollten deshalb nicht überstürzt handeln und die Kinder beim nächsten Saunabesuch einfach mitnehmen. Stattdessen sind im Vorfeld einige grundlegende Fragen zu klären.

Die Kinder sollten nicht zu jung sein

Da wäre zunächst die körperliche Belastbarkeit. Die Auswirkungen eines Saunagangs auf den menschlichen Körper sind nicht zu unterschätzen. Im Allgemeinen gilt, dass Körper und Kreislauf bei Kindern einiges vertragen, sofern eine gewisse Fitness besteht. Außerdem sollten Eltern vorsichtig sein, wenn Vorerkrankungen bestehen. Unter Umständen kann sich dann ein Saunagang zur echten Belastungsprobe entwickeln. In solchen Fällen ist es ganz wichtig, vorher lieber einen Kinderarzt zu befragen.

Eine konkrete Empfehlung hinsichtlich des Alters ist nicht so leicht auszusprechen. In Finnland, dem Heimatland der Sauna, ist es häufig schon so, dass bereits Kleinkinder von zwei bis drei Jahren in die Sauna gehen. Allerdings ist dies ungemein früh. Generell empfiehlt es sich, noch etwas länger zu warten, sodass der erste Saunabesuch mit frühestens fünf Jahren erfolgt. Auch hier ist es im Zweifelsfalls sinnvoll, sich Rat von einem Arzt zu holen.

Den Nachwuchs an die Temperatur in der Sauna langsam gewöhnen

Ganz egal welch große Stücke Eltern von ihren Kindern halten, am Anfang darf die Hitzebelastung nicht zu groß sein. Schon gar nicht sollte versucht werden, Zeitrekorde aufzustellen. Besser ist es, die Kinder ganz langsam an die Sauna zu gewöhnen. Es reicht schon, wenn sie drei bis vier Minuten in der heißen Saunakabine bleiben. Sollte sich ein Kind nicht wohl fühlen bzw. Unwohlsein äußern, wird die Kabine unmittelbar verlassen.

Noch vorsichtiger gilt es bei der Temperatur zu sein. Eine niedrige Temperatur ist zweifelsohne die beste Wahl. Hierfür empfiehlt es sich, den Nachwuchs nur auf die niedrigsten Plätze bzw. auf die untere Saunabank zu lassen. Je höher die Sitzposition in der Sauna, desto höher die Temperatur.

Ist der Saunagang beendet, durchlaufen die Kinder dasselbe Programm wie die Erwachsenen. Sie sollten den Schweiß ebenfalls abduschen und sich anschließend abkühlen, damit sich der gewünschte Effekt für den Kreislauf einstellt. Gleichzeitig ist an den Wasserhaushalt zu denken, d.h. es gilt den Kindern ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen. Sie denken nicht immer an das Trinken, weshalb es für die Eltern umso wichtiger ist, eine gute Flüssigkeitsversorgung (sowohl vor als auch nach dem Saunagang) zu gewährleisten.

Übrigens empfiehlt es sich, die Kinder zu ihren gemachten Erfahrungen zu befragen. Es kann sich herausstellen, dass sie die Saunagänge lieben und dadurch nachhaltig profitieren, indem sie mit der Zeit ihren Kreislauf stärken. Allerdings könnte es auch sein, dass sie am Saunieren überhaupt kein Interesse haben. Dann sollte der Nachwuchs nicht gezwungen werden, sinnvoller ist es, einen gewissen Freiraum zu schaffen und den Kindern die Wahl zu lassen. Zumal solch eine Entscheidung nicht von Dauer sein muss. Es kann immer noch sein, dass die Kinder später ein Interesse am Saunieren entwickeln.

Regeln für den Besuch einer fremden Sauna vermitteln

In der eigenen Sauna laufen die Dinge meist ganz unkompliziert ab. Wer mit seinen Kindern eine öffentliche Saunaanlage oder eine Sauna bei Freunden aufsucht, muss sich in einer gänzlich anderen Situation zurechtfinden. Hier kann es z.B. vorkommen, dass die Kinder nackte Personen erblicken. Dann ist es wichtig, dass sie sich korrekt verhalten. Umso sinnvoller ist es deshalb, die Kinder von Beginn an mit der Saunaetikette vertraut zu machen und ihnen die wichtigsten Grundregeln beizubringen.

Dieser Schritt ist äußerst sinnvoll und hilft schlussendlich allen Beteiligten. Im Übrigen bezieht sich diese Empfehlung auf sämtliche Abläufe, die mit dem Saunieren in Verbindung stehen. Gemeint ist nicht nur das richtige Verhalten, sondern beispielsweise auch das Abduschen vor und nach dem Saunagang. Am besten ist es natürlich, wenn die Kinder eine solide Routine entwickeln und dadurch sehr eigenständig werden. Dies ist dann auch für die Eltern ein Vorteil, weil sie sich beim Besuch einer Sauna nicht ständig auf die eigenen Kinder konzentrieren müssen. So bietet sich die Chance, den eigenen Saunagang mehr zu genießen.

Mehr zum Thema: www.familienleben.ch

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